Die Story

MIT 15.
IM KLEINSTEN
KRAFTRAUM.

Kein Talent-Märchen. Die halbe Lebenszeit Disziplin — und der Wille, den Berg selbst zu erklimmen.

Die Story

VOM KRAFTRAUM
AUF DIE WELTBÜHNE.

2013

Der kleine Kraftraum

Es beginnt nicht in einem Hochglanz-Studio. Es beginnt in einem winzigen Kraftraum einer Tagesschule — an einem Ort, an dem das Leben für einen Jugendlichen alles andere als leicht war. Ein Umfeld, in dem viele den Halt verlieren. Er fand ihn. Zwischen kaltem Metall und Hanteln, jeden Tag dreissig Minuten. Erst Ablenkung. Dann Halt. Dann Richtung.

„Dort kann ich den Kopf abschalten. Ich fühle mich frei und anerkannt — ich spüre, wer und was ich bin.”

Mit 15 – der Anfang, lange bevor jemand von Bühnen sprach.
Mit 15 – der Anfang, lange bevor jemand von Bühnen sprach.
2015

Die erste Bühne

Mit siebzehn stand er zum ersten Mal auf der Wettkampfbühne. Ein Teenager mit einer Disziplin, die Erwachsene selten aufbringen: hundertzehn Prozent, jede Diät kompromisslos durchgezogen. Es folgten Titel — zweifacher Vize-Schweizermeister, Schweizermeister der Junioren. 2018 flog er mit dem Schweizer Natural-Team an die Weltmeisterschaft nach Los Angeles. Als jüngster Teilnehmer.

Teenager mit einem Plan. Die Disziplin war schon da, bevor die Masse kam.
Teenager mit einem Plan. Die Disziplin war schon da, bevor die Masse kam.
2018

Der Titel in Ägeri

Oktober 2018, Ägerihalle in Unterägeri: Yves gewinnt die Schweizer Meisterschaft der Junioren und löst damit das Ticket für die Natural-Weltmeisterschaft in Los Angeles. Dort holt er als jüngster Teilnehmer Bronze bei den Junioren – und startet zusätzlich bei den Männern im Schwergewicht, wo er Fünfter wird. Die Zuger Zeitung titelt: „Bodybuilding ist kein Ego-Sport.“

Am 31. Oktober 2026 steht er wieder in dieser Halle. Gleicher Ort, acht Jahre später, ganz anderer Körper.

Zwanzig Jahre alt, der Pokal aus der Ägerihalle – Schweizermeister der Junioren.
Zwanzig Jahre alt, der Pokal aus der Ägerihalle – Schweizermeister der Junioren.
2019

Die Pause

Dann kam das Leben dazwischen. Ausbildung, Weiterbildung, Militärdienst. Jahre ohne Bühne. Viele hören hier auf. Er nicht.

„Hold the Line. Dranbleiben, auch wenn es zieht. Das Seil halten. Das war immer mein Satz.”

2026

Das Comeback

2026 kehrte er zurück — und schlug auf der Bühne Athleten, die den anderen Weg gegangen waren. Die mit Substanzen nachgeholfen hatten. Er nicht. Am Swiss Grand Prix in Brugg holte er zweimal Gold und einmal Bronze.

„Ich habe den Berg erklommen — nicht mit der Seilbahn hochgefahren. Das kann jeder. Das ist langweilig.”

Seit der Hälfte seines Lebens ist er Natural-Bodybuilder. Nie eine unerlaubte Substanz. Er nimmt, was die Natur ihm gibt — regionale, saisonale Nahrung, Bio, Demeter. Seinen Körper behandelt er wie einen Ferrari. Für ihn ist Bodybuilding ein Marathon, kein Sprint.

„Ich nehme die Kraft aus der Natur.”

Jetzt geht es auf die grossen Bühnen — der internationale Natural-Circuit, mit einem Traum am Horizont: eines Tages Natural Pro. Und er will weitergeben, was ihn hierher gebracht hat: andere Menschen zu ihrer Bestleistung führen. Den Weg zeigen, der ihm gezeigt wurde.

„Bodybuilding ist ein Marathon, kein Sprint.”

Brugg, 23. August 2026 – Yves und Melanie, drei Medaillen.
Brugg, 23. August 2026 – Yves und Melanie, drei Medaillen.

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